Gelenkersatz, die Totalendoprothese

Was man bei einem Gelenkersatz beachten sollte

In Deutschland werden weltweit die zweitmeisten Gelenkersatzoperationen durchgeführt. Nur die Schweizer verbauen anteilig pro Jahr noch mehr Prothesen. Der Hauptgrund, warum sich Ärzte und Patienten für eine solche Operation entscheiden, ist die Gelenkarthrose. Die Entstehung einer Arthrose ist komplex und hat viele Ursachen , welche kombiniert zu dieser Erkrankung führen können. Eine Arthrose ist eine degenerative Veränderung eines Gelenkes und dessen Knorpels. Durch diese Erkrankung entstehen dem Patienten Schwierigkeiten wie Schmerzen beim laufen und Treppen steigen , sowie Bewegungseinschränkungen. Diese Probleme können die Lebensqualität und die Partizipation am Leben stark beeinflussen, wenn nicht sogar unmöglich machen. Heilbar ist eine Arthrose bisweilen noch nicht und bei schweren Graden mit großer Symptomatik ist der Gelenkersatz, also das Verbauen einer Prothese heutzutage Standard geworden.

Was kann durch eine Totatlendoprothese ersetzt werden?

In der Theorie könnte jedes Gelenk des menschlichen Körpers durch eine Prothese ersetzt werden. Dabei werden modernste Materialien und OP-Verfahren angewendet. Die häufigsten Gelenke, die ersetzt werden, sind die Hüfte und das Knie. Die Schulter ist ebenfalls eine häufige Problemzone, wird aber noch deutlich seltener durch eine Prothese ersetzt. Eine Arthrose ist allerdings nicht der einzige Grund, warum man einen Gelenkersatz verbaut. Bei Unfällen mit knöchernen Läsionen (z.B. Schenkelhalsfrakturen) kann je nach Schwere der Verletzung der Einbau eines Gelenkersatzes erforderlich sein. Die Medizin ist in der Entwicklung so weit, dass es fast für jedes Gelenk einen Ersatz gibt.

Haltbarkeit einer Totalendoprothese

Durch die Forschung und Verbesserung von OP-Techniken und Materialien halten Totalendoprothesen heutzutage immer länger. Jedoch hängt die Haltbarkeit auch von einigen individuellen Faktoren wie zum Beispiel dem Gewicht, dem Allgemeinzustand und dem Verhalten des Patienten ab. Künstliche Hüften halten durchschnittlich 15- 20 Jahre (ca. 75%),künstliche Knie halten in etwa 25 Jahre (80% der Fälle).

Wie ist der Ablauf während und nach einer Operation?

Um operiert zu werden, müssen gewisse Kriterien erfüllt sein, die der Arzt beurteilt und danach gemeinsam mit dem Patienten eine Entscheidung trifft. Vor einer Operation sollten aber immer alle nicht invasiven Möglichkeiten (z.B. Physiotherapie oder Gewichtsreduktion) ausgeschöpft sein. Die Operationen sind in Deutschland zum Standard geworden und werden in vielen Krankenhäusern durchgeführt. Trotzdem sollten Sie sich vor einem Eingriff mehrere Kliniken ansehen und mit dem Operateur sprechen. Je häufiger eine bestimmte Operation an einem Krankenhaus durchgeführt wird, desto besser ist oft die Qualität.

Ganz wichtig ist nach der Operation die Rehabilitation. Hier kommen wir Physiotherapeuten ins Spiel. Wir sind ab dem ersten Tag nach dem Gelenkersatz an ihrer Seite und helfen Ihnen wieder mobil zu werden. Die meisten OPs erlauben es dem Patienten, fast direkt nach der OP aufzustehen und zu belasten. Bei einigen Patienten entscheidet sich der Arzt für Limitierungen. Dies liegt an individuellen Voraussetzungen des Patienten und ist eher eine Seltenheit. Eine frühe Mobilisation des Patienten ist wichtig und fördert den Therapieerfolg. Das heißt, je früher man anfängt sich zu bewegen und zu trainieren, desto besser. Im Krankenhaus werden die Patienten dabei unterstützt, die betroffenen Regionen zu bewegen und zu belasten. Der Patient sollte im Stande sein, so selbständig zu handeln, wie es nur möglich ist. Nach dem Krankenhausaufenthalt geht es meistens direkt in eine stationäre oder ambulante Reha oder in eine Physiotherapiepraxis. Das wichtigste Ziel dort ist die Wiederherstellung der Funktion des Gelenkes. Dabei spielt der Muskelaufbau durch Training eine große Rolle. Außerdem muss der Patient das Vertrauen in seinen Körper wiedererlangen. Bei all diesen Zielen unterstützen wir Physiotherapeuten Sie, um das bestmögliche aus ihrem Körper herauszuholen.

Warum ist Physiotherapie bei der Prothetik unerlässlich?

Die körperliche Leistungsfähigkeit, die sichere Wiederherstellung der Körperfunktion und das Bewältigen des Alltages mit einem Gelenkersatz sind die Hauptziele in der Behandlung. Um dies so schnell und sicher wie möglich zu erreichen, ist ein spezifisches Fachwissen unerlässlich. Wir Physiotherapeuten sind darin ausgebildet, alle Maßnahmen so umzusetzen, dass im Rehabilitationsprozess keine Probleme auftreten. Damit die Erfolge im Heilungs- und Trainingsprozess schnell gehen, muss ein optimiertes und individuelles Training erfolgen. Dies spart sowohl dem Patienten eine Menge Aufwand und Nerven, als auch den Krankenkassen eine Menge Geld.

Um motiviert an diesem Prozess teilzunehmen, sind wir vom Physioteam Steinecke sehr darauf bedacht Spaß und Fachkompetenz zu vereinen. Im Bereich der Endoprothetik und ihrer Rehabilitation sind wir für Sie der richtige Ansprechpartner. Möchten Sie zu uns Kontakt aufnehmen klicken Sie hier.

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